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Fahrtenschreiber Ausgabe 02-2016







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Westerwälder LKW Oldtimer Schau

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Faun L8/56 von Timo Pistorius aus Selters

Vor einem Vierteljahrhundert fanden sich erstmals in Deutschland einige Verrückte zusammen und präsentierten in Orten wie Warstein-Sichtigvor oder Bad Laer am Teutoburger Wald ihre Nutzfahrzeug-Oldtimer. Der Terminkalender für derartige Veranstaltungen war damals sehr übersichtlich. Mehr als zwei oder drei große, überregionale Treffen pro Jahr gab es nicht. Die Zeiten haben sich geändert. Heute finden jährlich mehr als einhundert Nutzfahrzeugtreffen statt. Da fällt es schwer, als Interessierter die richtigen heraus zu suchen. Viele Oldtimerbegeisterte beschränken sich daher darauf, Treffen in Wohnortnähe mit möglichst kurzer Anreise zu besuchen. Mittlerweile gibt es in allen Teilen der Republik solche Veranstaltungen, die sich fest etabliert haben. Auf dem Weg, sich im Terminkalender einen festen Platz zu sichern, ist die LKW Oldtimer Schau in Weilburg, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand.


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Historische Fuhrparks der Speditionen Hoffmann und Freund

Treibende Kraft und Organisationschef ist Rainer Krüger aus Norken. Zusammen mit der Stadt und dem Hotel Lahnschleife in Weilburg stellte er auch in diesem Jahr wieder eine runde, gelungene Veranstaltung auf die Beine. Er lud Oldtimerbesitzer mit ihren Fahrzeugen am letzen Oktoberwochenende zu sich nach Weilburg ein. Auf dem ausreichend großen Parkplatz direkt neben dem Hotel an der Lahn unterhalb der idyllischen Altstadt gelegen trafen bereits am Freitag viele Teilnehmer ein. Am Samstag Vormittag füllte sich der Platz zusehends bis alle der etwa 100 Fahrzeuge eingetroffen waren. Einige Teilnehmer kamen direkt von der IAA aus Hannover. Dort waren ihre Oldtimer während der diesjährigen Nutzfahrzeugmesse ausgestellt. Für viele Teilnehmer bot der Freitag Abend die Gelegenheit, alte Freunde und Hobbykollegen wieder zu treffen und mit Ihnen im Kellergewölbe des Hotels zu sitzen und es sich gut gehen zu lassen bei dem ein oder anderen Bier.


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Büssing 8000 Kipper der Spedition Freund

Fahrzeuge aus dem Westerwald und der näheren Umgebung waren natürlich stark vertreten. Der um einen Mercedes-Benz LK 2223 angewachsene Fuhrpark von Rainer Krüger war komplett ausgestellt. Daneben gab es Schmuckstücke zu sehen wie den Faun L8/56 von Timo Pistorius aus Selters. Helmut Hoffman ließ es sich nicht nehmen, u. a. seinen Krupp Titan nach Weilburg mit zu bringen. Die Spedition Freund hatte den Büssing 8000 Kipper dabei und einen wunderschönen Scania L 111 mit passendem Kässbohrer Siloauflieger. Selbst das Ausland war vertreten. Zwei Fahrzeuge kamen aus den Niederlanden und eins aus der Schweiz. Es hatte sogar einen Italiener in den Westerwald verschlagen. Ihm war der Sonderpreis für die weiteste Anreise sicher. Er kam mit einem Fiat 160NC, einem der typischen italienischen Fahrzeuge, die hierzulande selten zu sehen sind bzw. waren.


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Henschel H 140 Patina-Kipper

Am Samstag wurde es dann ernst. Der Bürgermeister Hans-Peter Schick persönlich begrüßte die Fahrzeugbesatzungen und die mittlerweile in großer Anzahl eingetroffenen Besucher. Die top restaurierten Fahrzeuge wurden bestaunt. Die Gäste der Veranstaltung hatten Gelegenheit, mit Hife einer Stimmkarte das schönste Fahrzeug zu küren. Den Abend verbrachten alle gemeinsam wieder im Hotel. Dort wurde gegen separaten Eintritt ein umfangreiches Büffet mit Musikprogramm geboten. Die Sonne, die am Sonntag strahlte, lockte wiederum viele Besucher auf den Platz. Die Veranstalter verteilten Pokale für die weiteste Anreise, das schönste Fahrzeug der Zuschauerbewertung. Auch der älteste Teilnehmer erhielt einen Pokal. Franz Lipperts freute sich wieder einmal über diese Auszeichnung. Zum Abschluss der Veranstaltung durften die Hauptakteure noch einmal lautstark auf sich aufmerksam machen. Begleitet von einer Polizeieskorte gab es eine Rundfahrt mit fast allen Oldtimern durch Weilburg und die nähere Umgebung. Nach 30 Minuten war diese Ausfahrt dann aber auch schon beendet und die ersten Teilnehmer traten die Heimreise an.


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Scania L 111 mit Kässbohrer Siloauflieger aus den frühen Siebzigern

Nach dem Treffen ist vor dem Treffen. Die Überlegungen für die dritte LKW Oldtimer Schau in Weilburg laufen sicherlich schon. Trotz der relativ hohen Kosten für die Teilnehmer wird der Platz auch im nächsten Jahr sicherlich wieder voller schöner Fahrzeuge sein. Die leise, von einigen Teilnehmern angebrachte Kritik an der Startgebühr von EUR 25,--, für die der Veranstalter einen Stellplatz auf dem Gelände stellte und eine Plakete übergab, war sicherlich berechtigt. Die Zusatzkosten für das Essen im feudalen Hotel von weiteren EUR 25,-- pro Person waren auch nicht ohne. Da der Veranstalter jedoch in erster Linie auch Eigentümer des Hotels ist und er die Oldtimerschau auch als Werbung für Weilburg und sein Unternehmen sieht, bleibt es jedem Teilnehmer überlassen, sich auch im nächsten Jahr wieder an zu melden.

Text:                Albert Jäger

Fotos:            Copyright Peter Hammer


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Faun L8/56 von Timo Pistorius Mercedes-Benz LK 2223 von Rainer Krüger bekannte Groessen im Teilnehmerfeld Hauber-Parade
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Hanomag-Henschel F 221 von Dirk Matschke und Dasenbrocks Emma N Hanomag-Henschel F 45 mit hoffentlich guter Batterie Hatte die weiteste Anreise: Fiat 160NC Krueger-Fuhrpark: Mercedes-Benz LK 2223, LK 334, LK 6600 und LK 315
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Mercedes-Benz LP 710 Magirus-Deutz 310 D 16 Blick auf das Veranstaltungsgelände Blick auf das Veranstaltungsgelände
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Fiat 160NC und Youngtimer MAN 19.280 FS stimmiges Kennzeichen: Mercedes-Benz L 1113 geschlossen und offen: Unimog 411 schöner 1,5 Tonner Opel Blitz als zeitgenössische Feuerwehr
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Heimspiel: Mercedes-Benz L 1928 Export der Firma Kempf aus Bad Marienberg MAN 745 der Spedition Bender aus Freudenberg verrückte Welt: der überrestaurierte Höhlschen-Magirus wurde vom Publikum zum schönsten "Truck" gewählt Hauber aus der Werkstatt von Helmut Hoffmann
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einTeil der Hauser-Flotte Saurer D 290 aus der Schweiz Mercedes-Benz LA 312 während der Ausfahrt Unterflur-Henschel und Ford N mit Cummins-Motor aus den Niederlanden