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Fahrtenschreiber Ausgabe 02-2016







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Spedition Frye

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Fernverkehr anno 1934 - 95 PS starker Mercedes-Benz mit den Fahrern Fritz Wüller und Heinrich Bösemann

Die Konzentration im Speditionsgewerbe, d. h. die Bildung immer größerer und vermeintlich leistungsstärkerer Unternehmen war einer der Gründe für die Übernahme der Spedition August Frye aus Osnabrück durch das holländische Unternehmen HSF im Jahre 2000. Die Fryes bekamen wie viele andere mittelständische Speditionsunternehmer die Macht der großen Lebensmittelkonzerne voll zu spüren. Dabei hatte alles so viel versprechend begonnen. Firmengründer August Frye startete 1921 in die Selbständigkeit. Er führte einen Botenverkehr zwischen Neuenkirchen, Bramsche und Osnabrück durch. Mit einem Pferdefuhrwerk, einem so genannten Rollfuhrwerk transportierte er Paketsendungen, die er an mehreren Stationen unterwegs übernahm und zum Botenbahnhof an der Johanniskirche in Osnabrück brachte. Dort wurden die Stückgüter umgeladen auf andere Fuhrwerke, die weitere Relationen bedienten. Für diesen Vorläufer der heutigen Paketdienste hielt er sich einige Pferde, u. a. Lotti, ein schräges Pferd, das vorne biss und nach hinten ausschlug. Stall und Wohnung von August Frye befanden sich in der Bremer Straße im Ortsteil Schinkelberg. Der Fuhrunternehmer erweiterte seine Aktivitäten bald um Langholztransporte. Er beförderte Baumstämme aus den umliegenden Wäldern zu diversen Sägewerken. Beim Wohnungsbau in Osnabrück machten sich Fryes Fuhrwerke nützlich beim Transport von Baustoffen. Sand, Steine und andere Materialien, die zum Hausbau benötigt wurden, transportierte Frye an die Baustellen. In Spitzenzeiten standen dazu mehr als zwanzig Pferde im Stall. Der Transport von Baustoffen war damals noch harte Knochenarbeit. Die Fuhrwerke wurden von Hand auf- und abgeladen. Nennenswerte Hilfsmittel gab es noch nicht.


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Frye-Laster als Fotohintergrund Mitte der Dreißiger Jahre

1927 waren die angemieteten Räumlichkeiten zu klein geworden. Frye zog um zur Osnabrücker Neulandstraße. Etwa zeitgleich mit dem Umzug gelangte der erste Lastkraftwagen zu Frye. Der LKW, dessen Marke nicht überliefert ist, konnte gebraucht von der Osnabrücker Brauerei erstanden werden und verfügte noch über Elastikbereifung und Kettenantrieb. Besonders zuverlässig soll er nicht gewesen sein. Trotzdem begann mit ihm die Motorisierung des Fuhrparks. Ihm folgte ein Dürrkopp-LKW, der ebenfalls noch über eine Kette angetrieben wurde und wie sein älterer Kollege mit einem Benzinmotor ausgerüstet war. Beide Laster waren mit einer Pritsche versehen und gehörten zur 2 - 3 Tonnen-Klasse. Ihnen zur Seite stand bald ein schon über eine Kardanwelle angetriebener Deutz Schlepper, der an der Vorderachse bereits Luftreifen hatte. An der Antriebsachse wurde jedoch noch auf die bewährte Elastikbereifung vertraut. Waren die LKW hauptsächlich im Nahbereich unterwegs, so wurden dem Schlepper kombiniert mit Anhängern auch schon einmal Touren bis nach Bremen zugetraut. Nach wie vor gab es die Pferdefuhrwerke, die einen Großteil der Transporte durchführten. Die Kutscher wohnten selbstverständlich im Haus der Fryes. Gemeinsam saßen August und seine Frau Anna, genannt Änne mit den Fuhrleuten am Tisch. August war der besessene Arbeiter, seine Frau die treibende Kraft im Hintergrund, die auch den kaufmännischen Teil übernahm. Sie sorgte dafür, dass die Kasse stimmte.


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Straße zu eng - unfreiwilliger Kontakt zwischen einem Frye-Büssing NAG mit 145 PS und einem Baum im Jahr 1936

Die Geschäfte liefen so gut, dass bald weitere motorisierte Fahrzeuge beschafft werden konnten. Die Anzahl Pferde wurde im gleichen Maße verringert. Die neu gekauften Laster waren jedoch keine Kipper für den Nahverkehr sondern alle für den Einsatz im Fernverkehr geeignet. Beschafft wurden nacheinander mehrere Büssing–NAG, z. T. mit 95 PS Deutz–Motoren ausgerüstet. Auch ein 95 PS starker Mercedes kombiniert mit einem Zweiachsanhänger war für Frye unterwegs. Anhänger ließ Frye bei der Firma Heinrich Wellmeyer in Bad Laer bauen. Frye konnte in Osnabrück einige wichtige Kunden gewinnen. So wurden regelmäßig komplette Wagenladungen bei der Firma Schöller Papier übernommen. Auch die Seifenfabrik Frömbling, die später zur Firma Seifenplatz bzw. „Ihr Platz“ werden sollte, gehörte bereits vor dem Zweiten Weltkrieg zu den Frye-Kunden. Für Frömbling wurden Fertigprodukte wie Seife oder Schmierseife gefahren, aber auch Fettsäuren als Rohstoffe herangeschafft. Hauptrelationen zu der Zeit waren u. a. die Norddeutschen Hafenstädte Hamburg und Bremen sowie Ostdeutschland. Transportiert wurde aber auch Bier aus Osnabrück in alle möglichen Richtungen. Beladen mit Schöller Papier ging es regelmäßig nach Leverkusen. Typisches Ladegut der Vorkriegszeit waren Produkte der Firma OKD Osnabrücker Kupfer und Drahtwerke sowie Papier der Firma Kemmerer. Als Rückfracht aus Bremen wurde oft Rohkaffee für die Rösterei Krukenmeier befördert. In der Hochzeit vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren 15 bis 20 LKW für Frye auf Tour. Der zunächst angemietete Platz an der Neulandstraße reichte nicht mehr aus, sodass August Frye sich entschloss, dort neu zu bauen. 1938 wurde Frye Abfertigungsspediteur der Deutschen Reichsbahn. Außerdem gehörte er in den Dreißiger Jahren zu den Gründungsmitgliedern der DKS (Deutsche Kraftwagen Spedition).         


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Es geht wieder bergauf - Frye-Fuhrpark im Jahr 1949

Unterbrochen wurde das rasante Wachstum der Spedition durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939. Bereits zuvor waren einige Frye-LKW abgezogen worden zum Bau des Westwalls. Frye wurde dafür jedoch bezahlt. Zur Abwicklung dieser Aufträge wurde eigens eine Niederlassung in Brüssel gegründet. Bei Ausbruch des Krieges mussten jedoch alle Fahrzeuge abgeliefert werden. Sie wurden samt den Fahrern eingezogen. August Frye hatte Glück. Er blieb vom Militärdienst verschont und konnte sich in der Heimat um die Fortführung der nun reduziert arbeitenden Spedition kümmern. Von den Behörden wurden ihm vier Fahrzeuge zugeteilt, die Lebensmitteltransporte zur Versorgung der heimischen Bevölkerung durchführen mussten. In der Zeit war die Organisation der Touren genauso wichtig wie die eigentlichen Fahrten. Jede Fahrzeugbewegung musste durch einen Fahrauftrag genehmigt werden. Benzin bzw. Diesel und Reifen waren Mangelware und wurden rationiert.  


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Flaggschiff der Frye-Flotte im Jahr 1952 - Henschel HS 140 mit passendem Kässbohrer-Anhänger

Während August Frye an der „Heimatfront“ den Krieg erlebte, wurde sein Sohn Günter, der später die Spedition übernehmen sollte, zum Kriegsdienst eingezogen. Der am 3. Mai 1925 geborene Günter wurde 1941 zum Arbeitsdienst eingezogen und konnte dort bereits 1941 und 1942 seine Führerscheine für PKW und LKW machen. In der Folgezeit fuhr er mit einem Büssing ständig auf der Route Lengerich - Osnabrück und schaffte Zement für den Bunkerbau in seiner Heimatstadt heran. 1943 musste er dann an die Front und kam 1945 zurück in die Heimat. Dort fand er nur noch Trümmer vor. Durch die exponierte Lage des Firmengrundstücks in der Nähe von kriegswichtigen Produktionsstätten und einer Bahnlinie waren auf das Grundstück an der Neulandstraße während der Kriegshandlungen viele Bomben geworfen worden. Sofort wurde versucht, den Speditionsbetrieb wieder aufzunehmen. Dazu brauchte es Fahrzeuge. Die standen mehr oder weniger zerstört überall herum. Frye griff zu und konnte insgesamt fünf LKW an Land ziehen. Neben einem Büssing Eilschlepper konnte ein Büssing Pritschenwagen mit 105 PS-Motor sichergestellt werden. Außerdem wurde ein 85 PS starker Mercedes-Benz zur Neulandstraße geschleppt. Umgehend wurden fahrbereite Fahrzeuge wieder auf Ferntouren geschickt. Angeknüpft wurde an die Kontakt aus der Vorkriegszeit. 1949 standen schon wieder neun LKW auf dem Betriebshof an der Neulandstraße. Neben einem Ford für den Nahverkehr gab es eine Hanomag SS 100 Zugmaschine, einen 105er Büssing mit Wehrmachtsvergangenheit, einen Mercedes-Benz L 3750, der ebenfalls in der eigenen Werkstatt neu aufgebaut wurde sowie drei weitere Büssing 5000 S. Ein 125 PS starker Henschel, der ebenfalls aus der Vorkriegszeit stammte, war bei den Fahrern sehr beliebt. Das Fünfganggetriebe war so übersetzt, dass er im ersten Gang zwar nur 2 km/h fuhr, dafür aber jedes Gewicht in Bewegung setzte. Günter Frye erinnert sich daran, dass der Henschel in Ausnahmefällen auch schon einmal mit drei Anhängern unterwegs war. Mit insgesamt 43 Tonnen Waschmittel beladen verließ der „Güterzug der Landstraße“ dann die Werkstore von Henkel in Düsseldorf und machte sich auf den Weg nach Osnabrück. Nur selten musste abgehängt werden vor steileren Bergen oder engen Ortsdurchfahrten. Hohe Geschwindigkeiten konnten zu der Zeit sowieso nicht gefahren werden. Das lag nicht nur an den schwachen Motoren sondern auch an den maroden Reifen. Montiert wurde alles, was irgendwie rund lief und rollte. Reifenpannen waren an der Tagesordnung. Nicht nur Frye Fahrer hatten zu der Zeit immer ein Fahrrad dabei. So konnten sie im Pannenfall, falls sie sich nicht selbst helfen konnten, immer irgendwo ein Ersatzteil oder einfach nur Hilfe herbei holen. Zu Beginn der Fünfziger Jahre war die schlimmste Zeit überstanden. Neue Fahrzeuge konnten beschafft werden. Frye kaufte auf einen Schlag fünf MAN MK 26. Büssing 5000 S in Friedensqualität ergänzten den Fuhrpark. Die Anhänger lieferte wie vor dem Krieg wieder die Firma Wellmeyer.  


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Wurde später versehentlich im Rhein versenkt - Büssing 8000 mit Aufbau und Anhänger von Ellinghaus im Jahr 1952

Der geschäftstüchtige Frye suchte ständig nach neuen Betätigungsfeldern. Als zu Beginn der Fünfziger Jahre in Lingen eine Erdölraffinerie in Betrieb genommen wurde, fragte er dort nach, ob Erdöl zu fahren sei. Erdöl gab es nicht zu fahren, aber Benzin konnte er transportieren. Der zu Kriegszeiten und in der unmittelbaren Nachkriegszeit noch bestehende Mineralölwirtschaftsverband wurde zu Beginn der Fünfziger Jahre aufgelöst. Die alten Mineralölfirmen konnten ihre Aktivitäten unabhängig wieder aufnehmen. Die neu entstandenen Organisationen taten dies in Form von Mineralölbewirtschaftung. Von den Raffinerien wurde Benzin und Diesel zu Lagern in ganz Deutschland gefahren. Von dort erfolgte die Auslieferung an die Endverbraucher bzw. Tankstellen. Dies geschah in der Regel mit gesellschaftseigenen Fahrzeugen. Die Transporte von den Raffinerien zu den Lagern erledigten Spediteure. Frye beschaffte kurz entschlossen einen Tanklastzug und fuhr ab sofort Benzin für die Firma BP. Der 1952 beschaffte Lastzug war der Fernverkehrslastzug schlechthin zu jener Zeit in Deutschland. Ein Büssing 8000 S mit Tankaufbau von Ellinghaus mit passendem Dreiachsanhänger aus gleichem Haus war ab sofort für Frye unterwegs. Standort des 180 PS starken und bereits mit einer Servolenkung ausgerüsteten Büssing war Gladbeck. Dort fanden die Fahrer, die den Tanklastzug im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr bewegten, vorübergehend Unterkunft auf einem Bauernhof. Gefahren wurde von der Raffinerie Gelsenkirchen zu den Lagern Koblenz, Trier, Witten, Hagen und Köln. Zu dem ersten Tanklastzug kamen weitere. 1953 standen bereits 6 Tankzüge in Gladbeck. Um das Provisorium mit dem Bauernhof abzustellen, baute Frye dort eine eigene Niederlassung mit Wohnhaus und Hallen für Werkstatt und Lager.


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Schweres Gerät für Schweröl - die Tankerflotte ca. 1964 in Gladbeck

Da die Lagerversorgung für BP reibungslos funktionierte, nahm Frye auch mit anderen Mineralölkonzernen Kontakt auf. Es gelang ihm, mit der Firma Aral in Bochum einen ähnlichen Vertrag abzuschließen. 1958 wurde Frye Aral-Partner im Bereich Weser/Ems. Doch schon kurze Zeit später wurde die Lagerbevorratung bei Aral abgeschafft. Die Kunden wurden nun direkt von den Raffinerien aus beliefert. Frye konnte den vorhandenen Fuhrpark des Aral-Lagers übernehmen und war ab sofort für die Belieferung der Tankstellen und anderer Kunden im Auftrag von Aral zuständig. Ab sofort wurde Treibstoff von den Raffinerien Bremen und Lingen abgefahren. Standorte der Frye-Niederlassungen mit eigenen Werkstätten waren Bremen-Oslipshausen und Lingen. Später kam auch noch der „Inselbetrieb“ Berlin für Aral hinzu. Parallel zu den Aktivitäten für Aral fuhr Frye auch für Gasolin. Durch die Übernahme von Gasolin durch Aral änderte sich nichts an den Aufträgen für Frye. Das Geschäft mit den Tankwagen lief noch bis 1990. Erst da wurde der Vertrag von Aral gekündigt und die Transporte übernahm die Firma Raab Karcher.


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Seebohm-Laster - Mercedes-Benz LP 329 mit Kofferaufbau

Neben den Aktivitäten im Bereich Mineralöltransporte widmete sich Frye natürlich auch weiterhin den „normalen“ Sammelgutverkehren. Etwa 1950 versuchte einer der größten Kunden, die Papierfabrik Schöller, sich bei Frye einzukaufen. Dies war absolut nicht im Sinne der Inhaber der Spedition. Sie verzichteten lieber auf die Schöller-Aufträge als auf das Sagen in der eigenen Firma. Ersatzaufträge mussten her. Frye konnte solche Aufträge akquirieren in der Lebensmittel- und Fleischindustrie. So fuhr er u. a. für die Margarine Union Produkte mit so gut klingenden Markennamen wie Sanella und später Rama. Als Folge dieser neuen Aufträge mussten Kofferfahrzeuge beschafft werden. Die ersten Kofferaufbauten und -Anhänger entstanden bei der Firma Steinbrügge in Bad Rothenfelde. Später sind Aufbauten auch schon einmal in der eigenen Werkstatt in Osnabrück entstanden. Dort waren in Spitzenzeiten 21 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den Kunden aus dieser Zeit gehörten auch die Norddeutsche Fleischzentrale (NFZ) und andere Versandschlachtereien. Die Schweine wurden dort geschlachtet und geteilt. Die Schweinehälften wurden auf Trockeneis und Stroh gelagert in den Fahrzeugen gestapelt. Später wurden die Schweinehälften an Laufschienen, die unter dem Dach der Fahrzeuge befestigt waren, aufgehängt und so transportiert. Auch diese Entwicklung machte Frye im Laufe der Jahre mit und war immer wieder Vorreiter bei neuen Lösungen. So verliefen die Laufschienen in Frye-Fahrzeugen eine zeitlang quer zur Fahrtrichtung. Natürlich testete Frye auch die nach und nach aufkommenden Kühlaggregate. Nach unbefriedigenden Versuchen mit BBC-Kühlmaschinen liefen letztendlich die von Thermoking zufrieden stellend. Die Zusammenarbeit mit Thermoking ging so weit, dass Frye Anfang der siebziger Jahre Vertretung des Kühlaggregate-Herstellers wurde und in der Werkstatt in Osnabrück, aber auch in den anderen Niederlassungen Geräte repariert werden konnten. Mit dem Aufkommen der dieselbetriebenen Aggregate wechselte Frye zum Fabrikat Petter, eine Entscheidung, die Günter Frye später bereute, kam doch Thermoking groß heraus und von Petter redet heute niemand mehr.


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Mit Schweinehälften und Ispo-Werbung - MAN-Büssing 22.320 UNL Kühlkofferzug

Die Koffer- bzw. Kühlaufbauten der ersten Jahre waren in der Hauptsache auf MAN- und Büssing-Fahrgestelle aufgebaut. Später kamen Henschel HS 140 hinzu, die sich gut bewährten. Ein Henschel-Händler in Osnabrück sorgte dafür, dass ständig Nachschub kam und auch die Ersatzteilversorgung funktionierte. In Henschel-Hochzeiten waren bis zu zwanzig HS 140 bei Frye im Einsatz. Doch der Händler verscherzte es sich eines Tages mit dem Spediteur, der umgehend das Fabrikat umstellte und fortan Büssing beschaffte. In der Folgezeit fanden sich dann vermehrt Büssing LU 11 und später BS 16 bzw. BS 22 im Fuhrpark. Um die Werkstattkapazitäten besser auszulasten, stand Frye der Sinn nach Übernahme einer Werksvertretung für einen LKW-Hersteller. Nach anfänglichen Gesprächen mit Scania entschied er sich dann Mitte der Siebziger Jahre, die Volvo-Vertretung für die Bereiche Osnabrück und Lingen zu übernehmen. Dies führte natürlich auch dazu, dass vermehrt Volvo-Fahrzeuge Einzug in den eigenen Fuhrpark hielten.


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Aus der Volvo-Aera - Volvo 1020 mit Ellinghaus-Tankauflieger

Der Fuhrpark bestand dann bis zuletzt ausschließlich aus Volvo-Fahrzeugen. Die Spedition August Frye wurde im Jahre 2000 von der holländischen Firma HSF Eurofresh übernommen, die in Neuenkirchen-Vörden die deutschen Aktivitäten weiterführt. Fahrzeuge mit dem markanten Frye-Logo sind seitdem auf deutschen Straßen nicht mehr anzutreffen. Was bleibt, sind Erinnerungen an eine interessante Spedition sowie viele Fotos aus allen Epochen, die uns zusammen mit vielen Informationen und Erläuterungen dankenswerterweise von den Herren Günter und Michael Frye zur Verfügung gestellt wurden.
  
Text: Manfred Koch
Fotos: Archiv Frye


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Tankstellenbelieferung - MAN 1580 FN im Einsatz Fotoaufstellung - Frye´s Gasolin-Fuhrpark in Bremen 26.09.1968 in Grimersum - Frye-Aral-Tankzug neben der Straße 26.09.1968 in Grimersum - Frye-Aral-Tankzug neben der Straße
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26.09.1968 in Grimersum - Frye-Aral-Tankzug neben der Straße Sauber abgerollt - Henschel HS 165 T Kühlkoffer mit Schweinehälften neben der Straße Sauber abgerollt - Henschel HS 165 T Kühlkoffer mit Schweinehälften neben der Straße Sauber abgerollt - Henschel HS 165 T Kühlkoffer mit Schweinehälften neben der Straße
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Sauber abgerollt - Henschel HS 165 T Kühlkoffer mit Schweinehälften neben der Straße Berlin-Verkehr - Frye-Mercedes-Benz L 6600 am Brandenburger Tor Unterwegs für die Landwirtschaftliche Fleisch-Zentrale Hannover - Büssing LU 11 und Mercedes Benz LS 315 Unterwegs für die Landwirtschaftliche Fleisch-Zentrale Hannover - Büssing LU 11 Kofferzug
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Erste und zweite Generation - August und Günter Frye Vor der offiziellen Eröffnung - Frye-Fuhrpark auf einer neuen Autobahn Vor der offiziellen Eröffnung - Frye-Fuhrpark auf einer neuen Autobahn Vor der offiziellen Eröffnung - Frye-Fuhrpark auf einer neuen Autobahn
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Büssing Kühllaster auf der Landstraße Betriebshof Neulandstraße in Osnabrück Betriebshof Neulandstraße in Osnabrück Mit Schmitz-Kofferaufbau und -Anhänger - Büssing BS 15 L
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An der Laderampe Neulandstraße - Nahverkehrs Büssing mit Rama-Werbung Mit Kühlaufbauten - Büssing BS 22 Mit Kühlaufbau - Büssing BS 22 Betriebshof Neulandstraße in Osnabrück
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Mit Kühlaufbauten - Büssing BS 22 Mit Kühlaufbauten - Büssing BS 22 Autobahnkreuzung - zwei Frye-Kühlzüge im Mai 1975 Im Auftrag der ARAL AG - Frye-Fuhrpark am Standort Berlin
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im Auftrag der ARAL AG - Frye-Fuhrpark am Standort Berlin Kühlzug-Parade - Frye nutzt ein neues Autobahnteilstück als Hintergrund für Werbeaufnahmen mit Henschel-Zugmaschine - BP-Tankzug mit Ellinghaus-Aufbau - MAN 1580 FN Pausbacke
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Beginn der Volvo-Aera - F 89 mit dreiachsigem Tankauflieger Beginn der Volvo-Aera - F 89 mit dreiachsigem Tankauflieger Beginn der Volvo-Aera - F 89 mit dreiachsigem Tankauflieger Beginn der Volvo-Aera - F 89 mit dreiachsigem Tankauflieger
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Kerosin-Tanker - Ellinghaus-Auflieger auf Volvo F 89 mit Kühlkofferaufbau - Volvo F 89 im März 1983 mit Kühlkofferaufbau - Volvo F 89 im März 1983 Ablieferungszustand in Beckum - Volvo F 1020 mit Ellinghaus Tankauflieger
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Knochenarbeit - Verladung von Schweinehälften in Frye-Kühlwagen unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL vor geschichtsträchtiger Kulisse - Mercedes-Benz LS 1620 Tankzug aus dem Frye-Fuhrpark unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL
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unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL
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unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL unterwegs in Berlin - Frye-Tanksattelzug im Auftrag der Firma ARAL