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Fahrtenschreiber Ausgabe 02-2016







Lastwagen Veteranen






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Mit der Kodak Retina unterwegs

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Opel Blitz am 24.01.1932 in Meinerzhagen

Nahezu vierzig Jahre bestand die Spedition Schäckermann mit Sitz in Halver/ Westfalen. 1927 gründete Karl Schäckermann mit zwei Pferden und einem zweiachsigen Wagen sein Fuhrunternehmen. Gefahren wurde mit diesem Gespann für die heimische Industrie, aber auch für Privatleute. Zu den regelmäßig durchzuführenden Fahrten gehörte eine Tour nach Bochum-Langendreer ins Ruhrgebiet. Von dort musste Kohle geholt werden. Diese heute einige Stunden dauernde Fahrt war in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine mehrtägige Tour. Es ging von Halver über Schalksmühle, Hagen, Wetter und Witten zur Zeche nach Langendreer. Zwischen Wetter und Witten wurde übernachtet und die Pferde wurden gefüttert. Am nächsten Tag wurde die Fahrt zur Zeche fortgesetzt. Nachdem der Wagen dort beladen worden war machte sich Karl Schäckermann auf den Rückweg. Er übernachtete wieder an der gleichen Stelle wie am Tag zuvor. Ausgeruht und mit einem guten Frühstück gestärkt ging es wieder Richtung Heimat. In Schalksmühle wurde erneut Halt gemacht. Dort gab es ein Telefon, von dem er einen Bekannten in Halver anrief, der ihm mit einem dritten Pferd in Richtung Schalksmühle entgegen kam. Der lange Anstieg nach Halver wurde dann gemeinsam mit drei Pferden überwunden.


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Opel Blitz auf einer Rheinbrücke

Neben diesen "Fernverkehrsaktivitäten" wurde aber auch im Stadtgebiet von Halver gefahren. So war Karl Schäckermann im Einsatz, als die Hagener Straße in Richtung Breckerfeld ausgebaut wurde. Der Schotter für den Straßenbau wurde per Bahn nach Halver geliefert. Dort lud ein Bekannter mit der Schüppe den Schotter auf den zweiachsigen Wagen. Schäckermann hatte sich für diesen Auftrag einen zweiten Wagen geliehen. War der erste beladen, so stellte er dem Entlader den zweiten an den Güterwagen. Den beladenen Wagen fuhr er zur Baustelle außerhalb des damaligen Dorfes. Da die Böden der Wagen herausnehmbar waren, mussten die Schottersteine nicht mehr per Hand abgeladen werden.


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Hansa-Lloyd etwa 1930

1929 kaufte Karl Schäckermann den ersten Lastkraftwagen, einen Opel 10/45. Dieser Laster hatte eine Nutzlast von 1,5 to und wurde von einem Vierzylindermotor angetrieben, der 45 PS leistete. Da die Anforderungen der Kundschaft schnell wuchsen war auch ein größeres Fahrzeug nötig. Der kleine Opel wurde 1931 verkauft und durch einen Opel Blitz 2 Tonner ersetzt, dessen 6 Zylinder-Motor 61 PS leistete. Dieser Blitz wurde dann durch den noch größeren 2,5 to ersetzt. Auch er war mit einem 6 Zylinder-Motor ausgerüstet, der nun 3 PS mehr brachte als sein Vorgänger. An diesen LKW wurde bei Bedarf ein einachsiger Anhänger mit Auflaufbremse gehängt. Als Beleuchtung kam abends eine Sturmlaterne unter den Anhänger. An Sonntagen wurde der LKW mit Bänken bestückt und die Fußballmannschaft oder andere Ausflügler gefahren. Von 52 Sonntagen im Jahr war der Opel mindestens 45 Sonntage im Einsatz.


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150 PS starker Mercedes-Benz

Mit diesem Blitz fuhr Schäckermann sehr oft Mehl vom Düsseldorfer Hafen nach Halver. Die Fahrroute ging über Radevormwald, Remscheid und Solingen. Beladen ging es den Weg in umgekehrter Richtung zurück. Von Solingen nach Burg ging es so steil bergab, dass Schäckermann mit beiden Füßen auf der Bremse stand bis sich Wadenkrämpfe einstellten. Waren die üblichen 5 Tonnen Mehl geladen, so zog der Opel im ersten Gang so eben den Berg von Burg an der Wupper nach Remscheid hinauf. Hatte er aber 5,5 Tonnen geladen, so schaffte der Motor die Steigung nicht. Um trotzdem nach Remscheid zu kommen bediente sich Schäckermann einer List. Ging es nicht mehr weiter, so fuhr er mit seinen schmalen Reifen einfach in die Straßenbahnschienen. Der Tram blieb dann nichts anderes übrig, als ihn den Berg nach Remscheid hinauf zu ziehen.


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Mercedes-Benz 150 PS mit Aufbau von Tang

1933 kaufte Schäckermann ein Grundstück in Halver an der Hagener Straße 9. Dort wurde ein Wohnhaus und eine Garage gebaut, die zunächst für drei LKW Platz bot. Im gleichen Jahr wurde ein Hansa-Lloyd mit 3 Tonnen Nutzlast angeschafft. Mit seinen 75 PS aus 6 Zylindern war es der erste richtige LKW. Wilhelm Berghoff fuhr diesen Hansa-Lloyd als erster angestellter Fahrer der noch jungen, aufstrebenden Firma. Eines Tages befuhr er mit dem Hansa-Lloyd die B 229 von Schwenke in Richtung Halver. Neben ihm saß ein angehender Betriebsleiter einer Schmiede in Halver, der wegen der schlechten Arbeitslage ohne Beschäftigung war. Die Straße war in dem befahrenen Abschnitt stark abschüssig. Beide waren sehr erstaunt als sie bemerkten, dass sie ein einzelner Reifen überholte. Im selben Augenblick neigte sich der LKW auch schon nach vorne links. An eine Weiterfahrt ohne linkes Vorderrad war nicht zu denken. Nach kurzer Überlegung hatte der Fahrer eine Idee. Er schickte den Beifahrer nach Halver, um dort eine Sackkarre zu holen. Gesagt - getan. Der Beifahrer holte die Karre in Halver und stellte sie vorne links unter die Achse. Der Beifahrer übernahm nun die Führung der Sackkarre und der Fahrer fuhr im ersten Gang nach Hause. Der Hansa-Lloyd war auch sonst mit besonderem Pech behaftet. So füllte ein Unbekannter Schleifspäne in den Tank. Die Späne führten zu wiederholten Schäden am Motor. Er wurde mehrmals repariert. Letztendlich verkaufte Schäckermann ihn 1935 wieder.


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1952 neu im Fuhrpark: Büssing 8000

In der zweiten Hälfte der Dreißiger Jahre wurden die Fahrer Anton König (1934), Heinrich Ulke (1936) und Rudi Steinacker (1938) eingestellt. Die neu beschafften Fahrzeuge brauchten Fahrer. Zum Fuhrpark gelangte ein Mercedes-Benz LO 2500 sowie ein Opel Blitz 1,5 to. Außerdem kaufte Schäckermann einen Büssing mit 95 PS leistendem 6 Zylinder-Motor. 1937 folgte ein Henschel mit 100 PS und 1938 ein Henschel mit 120 PS. Die beiden Henschel wurden mit Anhängern eingesetzt. 1938 kam außerdem ein Mercedes-Benz LO 3000 mit 4 Zylinder-Motor hinzu. 70 PS für die drei Tonnen Nutzlast waren ausreichend. Mit dem LO 2500 wurde ein täglicher Expressgutverkehr zu den Opel-Werken in Rüsselsheim unterhalten. Da noch keine Autobahn durch den Westerwald bestand wurde rechtsrheinisch gefahren. Mit den beiden Henschel-Zügen bestand ein ständiger Berlin-Verkehr. Auch nach Berlin wurde über Landstraße gefahren. Beide Henschel-Züge mussten gleich zu Beginn des Zweiten Weltkrieges mit den Fahrern Anton König und Rudi Steinacker an die Wehrmacht abgegeben werden. Später wurde auch Heinrich Ulke eingezogen, jedoch ohne Fahrzeug. Alle Fahrer kamen einige Jahre nach 1945 unversehrt wieder nach Halver. Die LKW wurden zerschossen. Die in Halver verbliebenen Fahrzeuge erledigten während des Krieges Transporte aller Art. So mussten z.B. Kartoffeln für diverse Bauern gefahren und auch in den Städten verteilt werden. Außerdem gab es Kohle, Schlammkohle, Koks, Mehl, Getreide und Eisen zu fahren. Schäckermann wurde die gesamte Ladungsverteilung für den Raum Halver übertragen.


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Mercedes-Benz LP 334 am 11.12.1969

Nach dem Ende des Krieges gab es bei Schäckermann eine bunte Ansammlung von LKW. Auf dem Speditionshof stand ein 3-Tonner Ford, ein B 3000 mit 4 Zylinder-Motor und 52 PS sowie ein Gräf & Stift, der mit Diesel und alternativ mit Holzgas betrieben werden konnte. Fast alle Wagen wurden auf Holzgasbetrieb umgerüstet, da Diesel Mangelware war. Zu den Aufgaben von Karl Schäckermann gehörte nun auch, die Wälder um Halver von abgestellten, liegengebliebenen bzw. verlassenen Autos zu räumen. Aus dem Wald im Hürxtal bei Halver konnte ein 6,5 to Büssing (6 Zylinder, 145 PS, Baujahr 1937) geborgen werden. Er wurde wieder flott gemacht, auf Holzgas umgerüstet und danach bei Schäckermann eingesetzt. Ein Mercedes-Benz 4,5-Tonner mit 120 PS leistendem 6 Zylinder-Motor fand sich ebenfalls auf dem Hof an der Hagener Straße ein. Er war mit dem Einheitsfahrerhaus aus Presspappe ausgestattet. Eingesammelt und an andere Benutzer in Halver weitergegeben wurden außerdem ein 6 Zylinder Opel Blitz 3-Tonner mit 68 PS, ein 6 Zylinder MAN mit 110 PS sowie ein 6 Zylinder Allrad-Borgward mit 78 PS.


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105er Büssing Kipper

Die Umrüstung der LKW auf Holzgasbetrieb brachte manche Einschränkung des normalen Betriebs und auch Fahrzeugumrüstungen mit sich. So wurden z.B. die Aufbauten des Büssing und eines Tang-Anhängers so erhöht, dass mit dem Gespann die Ladung eines kompletten Waggons mit klein geschlagenem Holz für Holzgas aus der Nähe von Kassel nach Halver gefahren werden konnte. Der übergroße Kessel des Büssing war auf der Fahrt nach Kassel bereits zwischen Bleche  und Drolshagen, also etwa nach 40 Kilometern, das erstemal leer und musste nachgefüllt werden. So ging das Nachfüllen, aber auch das Filterreinigen lustig weiter in Richtung Kassel. Alle ca. 40 Kilometer zeugte ein kleines schwarzes Häufchen am Wegesrand von unfreiwilligen Zwischenstopps der Holzgasfahrer. Die Fahrer der Holzgas-LKW überlegten abends, nachdem sie die neue Order für den nächsten Tag bekommen hatten, wie viele Jutesäcke mit Holz gefüllt werden mussten. Ging die Fahrt zum Norden oder Süden, so musste ein zweiter Anhänger für den Brennstoff mitgenommen werden. Ständig waren zwei Mitarbeiter an der Holzhackmaschine mit dem Zerkleinern von Holz beschäftigt. Die zurechtgeschnittenen Stücke durften maximal 10 cm lang und nicht sehr dick sein. Mit Langholzwagen wurden außerdem Bäume angeliefert, mit der Drumsäge gekürzt, mit der Hand gespalten und auf der Kreissäge in ca. 10 cm dicke Scheiben gesägt. Waren die Stücke zu groß, so brannte der Kessel möglicherweise hohl. Dann setzte der Motor aus. Um dann neu Gas zu machen musste ein Gebläse laufen. Wenn am separaten Rohrausgang vom Gebläse das angezündete Gas brannte, konnte der Motor gestartet werden. Mit Bowdenzügen im Führerhaus wurde das richtige Gemisch eingestellt, damit der Motor ruhig lief und möglichst gut zog. Bis ca. 1948 dauerten die Einschränkungen durch den Einsatz von Holzgas an. Doch dann konnten auch Schäckermanns Lastzüge wieder mit Diesel betrieben werden. Die Lage normalisierte sich im Nachkriegsdeutschland.


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Krupp Mustang unterwegs

Doch es gab auch weiterhin täglich Probleme beim Einsatz der z.T. doch sehr verbrauchten Fahrzeuge. Nicht selten hatten die Fahrer z.B. mit mehreren Reifenpannen am Tag zu tun. Auf einer Fahrt ins Ruhrgebiet hatte Anton König einmal vier platte Reifen. Wenn sie geplatzt waren, so wurden andere defekte Reifen zerschnitten und diese als Einlagen in die noch verwendbaren von innen eingeschraubt. Hatte der Fahrer Pech und dieser reparierte Reifen platzte, so flog die gesamte Einlage mit dem Teil der Reifendecke weg. Auch diese negativen Begleitumstände steckten die Schäckermann-Fahrer weg. Die Zeiten besserten sich. Neue Fahrzeuge konnten beschafft werden. Der 1946 erworbene Mercedes-Benz L 6500 lief zunächst noch auf Holzgas, wurde jedoch kurze Zeit später auf Diesel umgerüstet. Sein 6 Zylinder-Motor leistete 150 PS, ausreichend für einen Fernverkehrszug der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Büssing samt Anhänger wurde nun überwiegend zum Transport von Sand und Kies eingesetzt. Der Motorwagen mit fester Pritsche wurde zweimal am Tag mit der Hand abgeladen. Der Anhänger besaß einen mit einer großen Kurbel hoch zu drehender Kipper. Der Mercedes-Benz und der dazugehörende Anhänger bekamen sehr hohe Aufbauten. Dieser Zug wurde überwiegend eingesetzt, um Rinder aus dem Raum Oldenburg für die Tierhändler in Halver und Umgebung zu holen. Der Anhänger war auch später noch unter dem Namen "Viehanhänger" bekannt.


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Magirus-Deutz 4,5 to mit 85 PS

1948 kam ein Mercedes-Benz, gebaut nach Opel-Lizenz mit Einheitsfahrerhaus aus Pressholz (3 Tonnen Nutzlast, 6 Zylinder, 68 PS Benziner, später auf Gas umgerüstet) zum Fuhrpark. Mit diesem Fahrzeug wurde überwiegend Obst und Gemüse gefahren, das vom Großmarkt abgeholt wurde. 1949 gesellte sich ein 105er Büssing mit Pritschenaufbau hinzu. Kurze Zeit später wurde der LKW umgebaut und erhielt einen Kippaufbau. Kombiniert wurde er mit einem 16-to-Anhänger. 1950 kam ein weiterer Büssing hinzu. Vom Büssing-Werk wurde ein gebrauchter, aber generalüberholter 105er Büssing-NAG Allrad geliefert. Ab 1952 war dieser Büssing im Winter mit einem Schneepflug ausgerüstet. Er hatte teilweise sowohl auf der Vorderachse als auch auf der Hinterachse Ketten montiert. Doch der Motor schaffte die Schneemassen des Sauerlandes nicht immer. Oft musste der vom Schneepflug zusammengeschobene Schnee mit der Hand weggeräumt werden.


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105 er Büssing Allradkipper für den Winterdienst

Natürlich hatte kein LKW eine Heizung im Führerhaus. Es zog "wie Hechtsuppe" durch die Ritzen. Entsprechende Kleidung und Schuhe waren dringend erforderlich. 1951 wurde von der Firma Meckenstock in Wuppertal ein gebrauchter Daimler-Benz L 6500 (6 Zylinder-Motor, 150 PS) mit passendem Dreiachsanhänger (16 Tonnen Gesamtgewicht, 10,2 Tonnen Nutzlast) gekauft. Der Motorwagen war damals bereits 13 Jahre alt und in einem schlechten Zustand. Aus diesem Grund wurde er zur Fahrzeugbaufirma Tang nach Hilden geschafft und dort komplett neu aufgebaut bzw. modernisiert. Im gleichen Jahr kam ein Henschel HS 140 (140 PS, 6 Zylinder) als Neufahrzeug nach Halver. Der alte Büssing war verschlissen und wurde durch den Henschel ersetzt. Der Aufbau des Büssing musste jedoch weiter Geld verdienen und wurde auf den Henschel umgesetzt. Angehängt wurde dem Neuzugang ein 16-to-Anhänger von Tang. Außerdem kam im gleichen Jahr ein Mercedes-Benz L 3000 (4 Zylinder, 70 PS) mit Tang-Anhänger zum Fuhrpark. 1952 hielt mit einem Büssing 8000 (180 PS, 16 to Gesamtgewicht) mit passendem Anhänger von Blumhardt aus Wuppertal ein Fahrzeug Einzug, das damals der Traum vieler Fernfahrer war. Bis 1961 wurde dieses schöne Gespann im Fernverkehr eingesetzt.


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Magirus-Deutz Saturn, 145 PS mit Tang Anhänger, Köln 1960

In den folgenden Jahren wurden weitere Neufahrzeuge beschafft. So kaufte Schäckermann einen Mercedes-Benz LK 311, der kurze Zeit später aber gegen das um 10 PS stärkere Modell LK 312 getauscht wurde sowie einen Krupp Mustang, den es nicht lange bei der Spedition hielt. Er verunglückte im Oktober 1955 im Alter von nur zehn Monaten bei der Talfahrt zur Wiedbach auf der Autobahn Köln-Frankfurt, als er unbeladen auf einen langsam fahrenden Kofferzug auffuhr - Totalschaden bis auf den Aufbau. Der Motor stand neben dem Fahrer. Die vordere Kardanwelle war nicht mehr aufzufinden. Der Fahrer erlitt lediglich einen Nasenbeinbruch. Nach diesem Unfall wurde sofort ein neuer Mustang gekauft, der den Aufbau des verunglückten erhielt.
Fast alle anderen Fahrzeuge, die in der Folge beschafft wurden, waren Magirus-Deutz mit Motorleistungen von 85 PS bis 192 PS sowohl in Kipper- als auch in Pritschenausführung. Einziger "Ausreißer" war ein Mercedes-Benz LP 334, der den 8000er Büssing ersetzte. Transportiert wurden Baustoffe jeglicher Art, Kohlen, Koks, Brikett, Eisen und Fertigteile, Mehl, Gasruhs zur Reifenproduktion, Holz, Stückgüter usw. Es bestanden feste Routen in den Bielefelder Raum, nach Frankfurt, nach Ulm und nach München sowie nach Bremen. Ab Ende der Fünfziger Jahre wurde ein Baustoffhandel mit Sand und Kies sowie Zement eingerichtet.


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Magirus-Deutz, 150 PS im Juli 1963

In der zweiten Hälfte der Sechziger Jahre wurde die Spedition Schäckermann an die Spedition Maraite in Essen verkauft. Die Rentabilität des Unternehmens hatte sich in den Jahren zuvor zunehmend verschlechtert. Karl Schäckermann und sein Sohn zogen damit rechtzeitig die Konsequenz und verkauften den Betrieb. Karlfried Schäckermann, Sohn des Firmengründers wurde im Jahr 1938 geboren. Bereits im Alter von neun Jahren fuhr er unterstützt von einem der angestellten Fahrer den ersten LKW. Mit 20 Jahren stieg er in den elterlichen Betrieb ein, da sein Vater die immer umfangreicher werdenden Arbeiten nicht mehr alleine durchführen konnte. In den Sommermonaten waren für ihn wöchentliche Arbeitszeiten von 80 bis 100 Stunden keine Seltenheit. Zusätzlich zu seiner Bürotätigkeit musste er im Nah- und auch im Fernverkehr einspringen. Reparaturen wurden am Wochenende durchgeführt. Natürlich war der Chef da auch immer dabei. Diese Umstände erleichterten seine Entscheidung, die Spedition aufzugeben. Als fest angestellter Mitarbeiter einer Halveraner Firma hatte er geregeltere Arbeitszeiten. In seiner Freizeit konnte er sich u. a. mit der Archivierung der vielen schönen Fotos beschäftigen, die er während seiner aktiven Zeit auf dem Speditionshof und auch unterwegs gemacht hatte und die er uns nun für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Die Fotos wurden übrigens mit einer Kodak Retina 3c gemacht, die als ständiger Beifahrer mit unterwegs war und die auch heute noch teilweise eingesetzt wird. Schäckermann hatte sie sich 1959 von seinem ersparten Geld gekauft.


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Opel Blitz 6 Opel Blitz 6 Opel Blitz 10/45 1,5 Tonner Opel Blitz 1937
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Mercedes-Benz 150 PS am 15.05.1951 65 PS starker Hansa-Lloyd mit Fahrer Wilhelm Berghoff ca. 1933 150 PS Mercedes mit Magirus am 15.05.1951 Motorüberholung am Mercedes, 06.04.1951
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Mercedes-Benz L 6500 im Jahr 1949 Büssing 8000, 180 PS am 07.02.1953 Büssing 8000 im Einsatz ca. 1957/58 Büssing 8000 im Einsatz 1957/58
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letzte Fahrt des 8000er nach Hagen zu Mercedes Jürgens steht heute nicht mehr dort: 8000er als Gebrauchtfahrzeug bei Jürgens in Hagen am Ende: Büssing-NAG am 14.09.1951 105er Büssing Kipper
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105er Büssing am 24.04.1953 105er Büssing vor den Garagen in Halver 150 PS Mercedes am 19.09.1951 Krupp Mustang K 8 M 4 im Jahre 1955
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Krupp Mustang auf dem Speditionshof in Halver Magirus-Deutz Jupiter in den Hausfarben mit 170 PS im Jahr 1961 Magirus-Deutz Jupiter auf dem Weg nach Halver Mercedes-Benz mit Tang Anhänger am 10.10.1951 in Halver
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am 07.05.1953 fabrikneu: 4,5 to Mercedes-Benz LK 312 von 1937 bis 1950 bei Schäckermann: Mercedes-Benz LO 2500 Mercedes-Benz LO 2500 unterwegs Reparatur am Mercedes-Benz LK 312 durch Franz Buda
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Magirus-Deutz 4,5 Tonner mit 85 PS im Mai 1955 Magirus-Deutz 4,5 Tonner in Halver 120 PS starker Magirus-Deutz Mercur voll ausgeladen Magirus-Deutz Mercur im Dezember 1959
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Magirus-Deutz Mercur 1960 in Hagen-Haspe 120 PS Mercur mit Anhänger von Schmidt, Ründeroth nach dem Kiesladen in Köln 1960 Mercur mit Schmidt Anhänger 1960 fabrikneuer Mercur auf dem Weg nach Halver
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Magirus-Deutz Saturn mit 145 PS 1960 bei der Verladung in Köln Magirus Rundhauber beim "Wasserlassen" Schneepflug des 105er Büssing-NAG Büssing-NAG mit Schneepflug
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Büssing-NAG mit Schneepflug Magirus-Deutz Saturn, 145 PS Magirus-Deutz Saturn, 145 PS Magirus-Deutz Saturn, 145 PS
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150 PS Magirus-Deutz 125 PS Magirus während der Überführung von Ulm nach Halver im Dezember 1956 Henschel HS 140 mit Tang Anhänger, 09.04.1952 Fernverkehrs-Magirus
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Fernverkehrs-Magirus Fernverkehrs-Magirus Verladeszene mit Magirus Wagenpflege durch Fahrer Rolf Schulte
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Reifenwechsel 125 PS Magirus 125 PS Magirus 125 PS Magirus verlässt die Firma Samsow in Frankfurt
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unterwegs in der Nähe von Erwitte Zement laden in Erwitte Laden bei der WCG in Münster Laden bei der WCG in Münster
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Entladen von französischem Käse bei Reischl+Schneider in Frankfurt am 08.07.1964 Entladen von französischem Käse bei Reischl+Schneider in Frankfurt am 08.07.1964 Entladen bei Firma Turck in Halver Saturn im Herbst 1962 an der Autobahnauffahrt Dierdorf
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Saturn im Herbst 1962