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Fahrtenschreiber Ausgabe 02-2016







Lastwagen Veteranen






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Stille Leidenschaft

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Restaurierung des Fahrerhauses bei Rappold

Spätestens seit der Veröffentlichung der Firmengeschichte in Bernd Regenbergs "Jahrbuch Lastwagen 1998" ist die Spedition Bauer aus Leichlingen bekannt. In den letzten fünf Jahren
gab es bei Bauer einige Veränderungen, über die hier berichtet werden soll. Die zuletzt sechs Lastzüge sind inzwischen bis auf einen MAN 24.372 UNL verkauft und das Speditionsgeschäft ist eingestellt worden. Die Lagerhallen, die Werkstatt und die Abstellplätze am Beckersbusch in Leichlingen wurden vermietet. Claus Bauer trat in eine neue Phase seines Lebens. Er wurde Rentner.


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Schmutzfänger mit Büssing-Emblem

Das hieß für ihn jedoch nicht, die Hände in den Schoß zu legen sondern ermöglichte ihm, sich mit Dingen zu beschäftigen, für die er zuvor kaum Zeit hatte. Wie bekannt ist verunglückte sein Vater am 03.11.1965 mit dem Krupp Widder Kipper der Spedition tödlich und Sohn Claus musste den Transportbetrieb übernehmen. Im Rückblick ist er heute der Meinung, dass er viel lieber Fahrzeugbauer geworden wäre. Diese stille Leidenschaft konnte er in den letzten fast drei Jahren ausleben. Er restaurierte einen Büssing Burglöwe LS 7. Durch einen Freund aus dem Allgäu erfuhr er von der Existenz von zwei Kippern dieses Typs. Bei einem Besuch dort konnte er sich die beiden Exemplare ansehen und nahm erste Kontakte zu dem Besitzer auf. Der Gedanke, einen der beiden zu restaurieren, ließ ihn danach nicht mehr los. Er sah sich noch andere  Kandidaten an, kaufte dann aber beide Kipper. Einer wurde weiter verkauft. Der zweite wurde nach Leichlingen gebracht und dort fachmännisch auseinander genommen.


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Filigranarbeit: Spiegelhalter mit "Miniaturspiegel"

Bei dem Restaurationsobjekt handelt es sich um ein Fahrzeug aus der allerletzten Bauserie. Als Erstzulassungstag ist in den Papieren der 12.12.1967 vermerkt. Zum Jahresende 1967 gab Büssing die Produktion von Haubenfahrzeugen auf. Der Burglöwe war dann bis 1982 bei einem Bauunternehmer in Starnberg im Einsatz. Im Alter von 15 Jahren wurde er abgemeldet und in einer Scheune abgestellt. 18 Jahre stand er dort und dämmerte vor sich hin, bis er vor etwa drei Jahren erlöst wurde.


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Zugeständnis an die Bequemlichkeit: zweite Trittstufe

Claus Bauer hatte inzwischen genaue Vorstellungen von seinem Büssing. So sollte aus dem Kipper ein Pritschenwagen mit festem Aufbau werden. Da er die Aufbauten seiner ehemaligen Fahrzeuge auch fast immer umbaute oder komplett selber erstellte, war die Verlängerung des Radstandes von 3,6 Meter auf 4,2 Meter und die Fertigung einer passenden festen Pritsche kein Problem. Die 5 Meter lange Pritsche wurde komplett von ihm selbst gebaut.  Das Fahrerhaus war im rückwärtigen Teil etwas eingedrückt und musste erneuert werden. In Anlehnung an den Südwerke Kipper, der 1953 gekauft wurde und der eine Erhöhung des Dachs erhielt, wollte er dies auch beim Büssing machen. Dazu sollte ein Zielschildkasten in das Dach integriert werden. Diese Arbeiten führte die in Wülfrath ansässige Firma Rappold durch. Das Ergebnis der Arbeiten kann sich sehen lassen.


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Bereit zur Fernfahrt: Büssing LS 7

In zweieinhalb Jahren wurde der Büssing komplett zerlegt und wieder neu aufgebaut. Die Arbeiten an der Elektrik wurden außer der Überholung des Fahrerhauses vergeben. Ein ehemaliger Büssing-Mitarbeiter aus dem Werk Salzgitter, der heute in einer benachbarten MAN-Werkstatt arbeitet, legte Hand an. Alle anderen Arbeiten führte Claus Bauer selber durch. Der Batteriekasten, der sich original unter dem Beifahrersitz befand, aber komplett verrostet war, wurde neu gebaut und nach außen verlegt. Die original je Seite eine Trittstufe wurde durch eine besteigerfreundliche Zweistufenlösung ersetzt.


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Noch aus eigenen Beständen: Plakette für 200.000 km

Beim Zusammenbau des LKW wurde ihm nur zweimal geholfen. Zum Einbau des Getriebes benötigte er eine helfende Hand. Ebenso das Montieren der bereits lackierten Bordwände forderte die Verwandtschaft, die kurz anpacken musste. Überholt wurden Anlasser, Lichtmaschine und die Einspritzpumpe. Diese Aggregate waren in Ordnung. Der 150 PS starke Motor, der wahrscheinlich erst ca. 250.000 km gelaufen war, erhielt neue Düsen. Ende August wurde das Prachtstück vorgestellt. Der 12-Tonner soll demnächst noch mit einem historischen Kennzeichen versehen werden. Beim großen Büssing-Treffen in Salzgitter im September 2003 wurde er einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Manfred Koch


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Claus Bauer ist umgestiegen vom MAN 24.372 UNL auf den Büssing LS 7

Einen Überblick über den Fuhrpark der Spedition Bauer in den letzten fünfzig Jahren bietet die folgende Bildergalerie mit Fotos aus dem Fotoalbum von Klaus Bauer.


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Büssing Burglöwen Büssing Commodore U Büssing Commodore U Büssing Supercargo mit Hall-Anhänger
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Hauptsache Unterflur MAN Allrad-Kipper MAN Allrad-Kipper der komplette Fuhrpark
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Büssing BS 16 und BS 15 Büssing-Parade Büssing-Parade Büssing-Parade mit Borgward
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Büssing Supercargo Kohlenkipper Büssing BS 15, BS 16 und MAN-Büssing Büssing BS 15 - Seitenansicht die neuen Kollegen sind da: MAN-Büssing Unterflur
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MAN-Büssing Kohlenkipper Die Büssing-Ablösung: MAN-Büssing Unterflur Fahrzeugparade MAN 19.320 U
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Fahrzeugparade mit neuen MAN-Büssing U Wachablösung: MAN U ersetzen die Büssing U die verrutschte Ladung des LP 322 wird mit einem zweiten LKW wieder gerade gezogen Neuschnee am Wochenende
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Fuhrpark Anfang der Neunziger Fuhrpark mit Kühlaufbauten Unterflur bis zuletzt Fuhrpark in den Neunzigern
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Büssing Supercargo mit Dreiachsanhänger Büssing Supercargo mit Dreiachsanhänger Wochenendruhe: 2 x Krupp, 2 x Borgward Der erste Frontlenker, ein Mercedes-Benz LP 322 mit seinen langhaubigen Kollegen
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Krupp Widder Kipper auf einer Ausstellung Krupp Widder Kipper vor dem Kauf durch Artur Bauer fotogenes Trio: Borgward B 4500, Krupp Widder und Mercedes-Benz LP 322 Mercedes-Benz LP 322 mit Aufbau von Hall, Köln
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Borgward B 4500 Südwerke- und Borgward-Kipper Borgward mit passendem Anhänger Borgward mit passendem Anhänger
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Borgward B 4500 mit Meiller Kippbrücke vor der Rodenkirchener Rheinbrücke ein fotogener LKW: Claus Bauers erster eigener LKW, der Borgward B 4500 Borgward B 4500 mit Kesseln als Ladegut grün in grün: Borgward/Büssing-Fuhrpark
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fachmännisch verzurrt: Werkzeugmaschinentransport immer wieder Kohlen Magirus-Deutz Krupp-Südwerke bei der Holzverladung
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Muskelkraft ist angesagt: Holzverladung in den Fünfzigern Magirus-Deutz unter dem Bagger Magirus-Deutz mit zwillingsbereiftem Anhänger Magirus-Deutz und Südwerke bei der Kohlenverladung 1958
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Magirus-Deutz und Südwerke bei der Kohlenverladung 1958 Magirus-Deutz unter dem Bockkran 1958 Gruppenbild mit Pudel: Büssing Supercargo, Burglöwe, LU 77, Burglöwe, BS 11 Krupp Südwerke Kipper auf der A 3, Raststätte Ferntal Mitte der Fünfziger
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Krupp-Südwerke voll ausgeladen - 1957 Vorkriegs-Büssing mit umgestalteter Motorhaube - Herbst 1954 eng ist gar nichts gegen die Garage der Firma Bauer in den Anfängen Reparaturen wurden in der eigenen Werkstatt durchgeführt - Mai 1954
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Büssing Kipper Fahrzeugmusterung 1941 Büssing Sechszylinder Kipper mit Plasswilm-Kabine 1941 Opel Blitz Kipper mit Kabine von Plasswilm
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Fahrzeugmusterung 1941 Chefautos: Borgward Isabella Coupe und Limousine von Claus und Artur Bauer Aller Laster Anfang: der Büssing Typ V, Baujahr 1923 Büssing Commodre U
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Büssing BS ? Bergung des Krupp Widder nach dem Unfall vom 03.11.1965 Bergung des Krupp Widder nach dem Unfall vom 03.11.1965 Bergung des Krupp Widder nach dem Unfall vom 03.11.1965
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Bergung des Krupp Widder nach dem Unfall vom 03.11.1965
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